Samstag, 13. Juni 2020

Aus dem Matthäusevangelium V


Gleichnis vom Feigenbaum

32 Vom Feigenbaum lernt das Gleichnis: Wen seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. 33 So sollt ihr auch, wenn ihr dies alles seht, wissen, daß es vor der Türe ist. 34 Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis das alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. 36 Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern nur allein der Vater.
(15 – 36 vgl. Mk 13, 14 – 32; Lk 21, 20 – 24
34. 36 Auf die erste Frage der Jünger (Vers 3): „Wann wird dies -die Zerstörung Jerusalems- geschehen? Antwortet der Herr: „Das Ende ist nahe“ V. 33. „Dieses Geschlecht“ bedeutet darum die Zeitgenossen Jesu, die die Zerstörung Jerusalems noch erlebten. Die zweite Frage der Jünger (Vers 3) bezog sich auf das Weltende. Hier lautet die Antwort: „Jenen Tag und jene Stunde kennt niemand“ V. 36.)


Weiterlesen lohnt sich!

(Übs.: Henne/Rösch)

Freitag, 12. Juni 2020

Aus dem Matthäusevangelium IV


Das Ende der Welt

21 Alsdann wird eine so große Drangsal eintreten, wie es von Anbeginn der Welt bis jetzt keine gegeben hat noch je geben wird. 22 Ja, würden jene Tage nicht abgekürzt, so würde kein Mensch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen werden jene Tage abgekürzt. 23 Wenn dann jemand zu euch sagt: Seht, hier ist Christus oder dort! So glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christus und falsche Propheten auftreten und große Zeichen und Wunder wirken, so daß wo möglich selbst die Auserwählten irregeführt würden. 25 Seht, ich habe es euch vorausgesagt. 26 Wenn man zu auch dann sagt: Seht, er ist in der Wüste, so geht nicht hinaus; seht, er ist in den Gemächern, so glaubt es nicht. 27 Denn wie der Blitz im Osten aufzuckt und bis zum Westen leuchtet, so wird es auch mit der Wiederkunft des Menschensohnes sein. 28 Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.

(28 Wenn die Welt reif ist zum Gericht, wir der Weltenrichter kommen, und zwar so schnell und sicher wie die Raubvögel -Adler, Aasgeier-, wenn sie Beute wittern.)
29 Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern. Der Mond wird sein Licht nicht mehr geben, die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 30 Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und alle Völker auf Erden werden wehklagen. Sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. 31 Er wird seine Engel aussenden mit lautem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten zusammenbringen von den vier Windrichtungen, von einem Ende des Himmels bis zum andern.

Weiterlesen lohnt sich!
(Übs.: Henne/Rösch)

Donnerstag, 11. Juni 2020

Aus dem Matthäusevangelium III


Vorzeichen der Zerstörung Jerusalems

15 Wenn ihr nun an heiliger Stätte den Greuel der Verwüstung seht, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat (Dan 11, 31; 12, 11) – wer es liest, der beachte es wohl! - 16 dann sollen, die in Judäa sind, ins Gebirge flüchten; 17 wer auf dem Dache ist, steige nicht hinab, um noch etwas aus seinem Hause zu holen; 18 wer auf dem Felde ist, kehre nicht erst heim, um seinen Mantel zu holen. 19 Wehe den hoffenden und stillenden Müttern in jenen Tagen! 20 Betet, daß eure Flucht nicht in den Winter fällt oder auf einen Sabbat.

Weiterlesen lohnt sich!
(Übs.: Henne/Rösch)

Mittwoch, 10. Juni 2020

Aus dem Matthäusevangelium II


Allgemeine Erscheinungen bis zum Weltende

24, 1 Jesus verließ den Tempel und ging weg. Da traten seine Jünger zu ihm und machten ihn auf die Tempelbauten aufmerksam. 2 Er sprach zu ihnen: „Seht ihr das alles? Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, alles wird niedergerissen werden.“
3 Als er sich dann auf dem Ölberge niedergelassen hatte, traten seine Jünger alleine zu ihm und sprachen: „Sag uns, wann wird dies geschehen? Und was ist das Zeichen deiner Wiederkunft und des Weltendes?“
4 Jesus sprach zu ihnen: „Seht zu, daß euch niemand irreführt. 5 Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin Christus, und sie werden viele irreführen. 6 Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Habt acht, laßt euch dadurch nicht erschrecken; das muß so kommen, aber das Ende ist es noch nicht. 7 Denn Volk wird sich gegen Volk, Reich gegen Reich erheben. Hungersnot und Pest und Erdbeben wird es allenthalben geben. 8 Aber das alles ist erst der Anfang der Wehen.
9 Alsdann wird man euch der Drangsal überliefern und töten; um meines Namens willen werdet ihr von allen Völkern gehaßt sein. 10 Dann werden viele im Glauben irre werden, einander verraten und hassen. 11 Falsche Propheten werden in großer Zahl auftreten und viele irreführen. 12 Weil die Gottlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. 13 Wer aber ausharrt bis ans Ende, wird gerettet werden. 14 Dieses Evangelium vom Reiche wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Völker. Dann erst kommt das Ende.


Weiterlesen lohnt sich!

(Übs.: Henne/Rösch)

Dienstag, 9. Juni 2020

Aus dem Matthäusevangelium I


Wehruf über Jerusalem

23, 37 Jesus sprach: „Jerusalem, Jerusalem! Du mordest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt; aber ihr habt nicht gewollt! 38 Seht, euer Haus wird euch öde gelassen werden. 39 Denn ich sage euch, von jetzt an werdet ihr mich nicht mehr sehen, bis ihr rufet:
Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“


(Übs.: Henne/Rösch)

Montag, 23. März 2020

Fortsetzung


Deuteronomium 32, 27 - 39
27. Doch wegen des Grimmes der Widersacher habe ich verzogen, daß ihre Feinde nicht etwa im Übermuthe sagen möchten:
Unsere mächtige Hand und nicht der Herr hat dies alles gethan.
28. Es ist ein Volk ohne Rath
und ohne Einsicht.
29. O wären sie weise, und hätten sie Einsicht und bedächten,
welches ihr Erbe sein wird!
30. Wie könnt ein einziger tausend verfolgen, und zwei zehntausend in die Flucht schlagen?
Nicht darum, weil ihr Gott sie verkauft und der Herr sie preisgegeben hat?
31. Denn unser Gott ist nicht wie ihre Götter,
und deß sind unsere Feinde selbst Richter.
32. Vom Weinstocke Sodems stammt ihr Weinstock, und von den Gefilden Gomorrhas;
ihre Trauben sind Trauben von Galle, und ihre Beeren bitter.
33. Drachengalle ist ihr Wein,
und unheilbares Natterngift.
34. Ist dies nicht bei mir verborgen,
und versiegelt in meinen Schätzen?
35. Mein ist die Rache, und ich will vergelten zu seiner Zeit, daß ihr Fuß wanke;
schon nahet der Tag des Verderbens, und die Zeiten eilen schnell heran.
36. Der Herr wird sein Volk richten, und sich über seine Diener erbarmen;
wenn er sieht, daß ihre Hand entkräftet ist, daß die Eingeschlossenen schwach und die Übriggebliebenen aufgerieben sind.
37. Dann wird er sprechen: Wo sind ihre Götter,
auf welche sie ihr Vertrauen setzten?
38. von deren Schlachtopfer sie das Fett aßen, von deren Trankopfern sie den Wein tranken?
Sie mögen sich erheben, und euch Hilfe bringen, und eich in der Noth beschirmen.
39. Erkennet den, daß ich der einzige bin, und daß kein anderer Gott ist außer mir;
ich tödte, und ich mache lebendeig; ich schlage, und ich heile, und niemand kann aus meiner Hand erretten.
(Allioli-Bibel)